Großes Walsertal:

Das steilste Festival
in den Bergen

Projektablauf & kreativwirtschaftliche Aspekte

Seit Beginn des Walserherbsst hinterfragt das Festival die Veränderungen der ländlichen Kulturlandschaft und stellt sie mit künstlerischen und sozialen Interventionen in einen Kontext. Zum einen ist das Festival tief in der Geschichte und Tradition des Großen Walsertals und seiner Bewohner verwurzelt. Zum anderen wächst der Walserherbst gerne über sich und die Grenzen des Tales hinaus. Sein Selbstverständnis bestimmen die Offenheit für Neues und Unerhörtes, die Freude an der Begegnung mit fremden Menschen und Kulturen, bisweilen auch die Lust am Brechen erstarrter Konventionen.

Der Begründer des Kunst- und Kulturfestivals Walserherbst ist Dietmar Josef Nigsch. Der im Großen Walsertal aufgewachsene Vorarlberger hat heute die Festival- und künstlerische Leitung inne und prägt darüber hinaus die freie Theaterszene im westlichsten Bundesland Österreichs. Für kreativwirtschaftliche Impulse in Form von (foto-)grafischen Designs sorgen die Grafiker und Fotografen Mihai M. Mitrea und Nikolaus Walter. Die Außenkommunikation obliegt der PR Agentur die jungs Kommunikation.

Der Walserherbst ist mittlerweile fester Bestandteil in den Kulturkalendern, von der medialen Aufmerksamkeit, die für die Region generiert wird, profitieren auch die Walser Gemeinden. Projekte mit Nachhaltigkeit, wie etwa das Lutzschwefelbad, bereichern die Region um neue Attraktionen.

Ungewöhnliche Veranstaltungen

Unter den regionalen Festivals in Österreich gilt der Walserherbst mittlerweile als Geheimtipp. Ein außergewöhnliches Musikprogramm erwartete die Besucher 2006: Aus Ulan Bator (Mongolei) trumpften Black Rose mit einer Symbiose der traditionellen Gesangsform Urtiin-Du und zeitgemäßen HipHop-Beats auf. 2012 durchwanderte der Daumenkinograph Volker Gerling für fünf Tage das Große Walsertal und zeigte im Anschluss seine Fotografien in Form eines Daumenkino-Abends.

Ungewöhnliche Inhalte

Ungewöhnliche Veranstaltungen mit ungewöhnlichen Inhalten an ungewöhnlichen Orten sind die Spezialität des seit 2004 im Zweijahresrhythmus stattfindenden Festivals. Mit seinen Aktivitäten hinterlässt der Walserherbst Spuren im und um das Tal und setzt auch nachhaltig Akzente. Unter dem Titel „Die Kunst der Kur – Heilende Kräfte“ befasst sich ein Programmschwerpunkt des Walserherbsts 2014 mit der Geschichte der Heilkunst im Tal. Bereits 2012 hatte der Walserherbst unter dem Thema „Wasser“ mit der Errichtung des „Lutzschwefelbads“, einer in puristischer Architektur gefassten Schwefelbad-Oase, nachhaltig an die seit dem 19. Jahrhundert bestehende Kurtradition des Großen Walsertals angeknüpft.

Ungewöhnliche Orte

Das vielseitige Programmangebot ist immer für Überraschungen bzw. ungewöhnliche Kombinationen von Ereignissen und Orten gut. Einheimische und Besucher manövriert der Walserherbst in „Klingende Kirchen“, Gondelbühnen und Straßentunnels, in Galerien und Wirtshäuser, auf bewirtschaftete Almen und in unwirtliche Flusstäler, auf schwimmende Bühnen und an frisch erschlossene Schwefelquellen.