Kreativwirtschaft

Sanfter Tourismus professionell gestaltet

"Wir haben von Anfang an mit der Kreativwirtschaft zusammengearbeitet, aber man muss auch hier immer auf dem Laufenden bleiben", sagt Birgit Hasner, Projektassistentin der Gemeinde Werfenweng und des Tourismusverbandes. Als der kleine Tourismusort Werfenweng das Konzept des autofreien Urlaubs vorantrieb, setzte er von Beginn an auf Corporate Design. Vom Gästejournal bis zum Gastgeberverzeichnis, von Visitenkarten bis hin zu E-Bikes und E-Mobilen schaffen stimmige Designs und Logos Orientierung für Besucher. Nun entwickelt stockwerk 2 gerade ein neues Konzept, das die SaMo-Angebote für Urlauber schnell und leicht verständlich macht.

Hinterstoder geht einen ähnlichen Weg. Die RundWanderWelt verwandelte kaum genutzte Wege mithilfe einer übersichtlichen Gestaltung und der Zuordnung bestimmter Themen und Qualitäten in attraktive Routen. Sie ist Teil der Marke "hinterstoder.pur", die alle Tourismusaktivitäten gestalterisch zusammenfasst. Die hinterstoder.lounge wirkt als Dreh- und Angelpunkt für Informationen vor Ort, dort liegen auch zur Marke passende Geschenkartikel von Mano Design Wien auf. Alle Broschüren, das Gästemagazin und selbst die Gestaltung des Tälerbus folgen dem Thema „pur“.

In Hinterstoder hat man erkannt, dass zeitgemäße und anspruchsvolle Baukultur nicht nur die räumliche Qualität und damit die Lebensqualität eines Ortes positiv beeinflusst. Man weiß auch, dass Architektur identitätsstiftend ist und als Kommunikationsmittel fungiert. Die Hösshalle ist daher nicht nur eine vielfach publizierte und ausgezeichnete Architektur, sie ist als außergewöhnlicher Veranstaltungsort auch ein USP innerhalb des touristischen Angebots von Hinterstoder – und wird als solcher mit einem konsequenten PR-Konzept nach außen kommuniziert. 

Bei der Gestaltung des Alpineums wiederum war klar, dass Architektur und Ausstellungsdesign die gleiche Aufmerksamkeit brauchen, um in der Gesamtheit ein attraktives Angebot für eine breite Zielgruppe darzustellen. Diese gesamtheitliche Gestaltung führte nicht zuletzt dazu, dass das Alpineum beim „Museum of the Year Award 2000“ unter die besten Museen Europas gewählt wurde.

Durch ihr Design heben sich beide Orte aus der breiten Masse der Skigebiete heraus und können ihre thematischen Schwerpunkte, nämlich die Ursprünglichkeit und Naturverbundenheit der Orte, nach außen tragen. Gleichzeitig präsentieren sie damit übersichtlich ihr autofreies Angebot, die "sanfte Mobilität".

 

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