Energie,
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Erneuerbare Energie

Jeder Zukunftsort verfolgt seine eigene Strategie, um vorhandene Energiequellen zu nutzen. Manche Orte gehen strukturiert vor: Zwischenwasser besitzt ein eigenes Energieleitbild, während der "Energiebaukasten" der Gemeinde Munderfing konkrete Schritte und Begleitmaßnahmen setzt, um den Ort bis 2035 in die Energieautarkie zu führen. Das Programm trägt jetzt schon Früchte: Ein Windpark entsteht, der  9430 Haushalte mit sauberer Energie beliefern kann. Durch die Aufklärung der BürgerInnen verfünffachten sich außerdem die Solarflächen gegenüber dem Jahr 2001.

Projekte können natürlich auch wachsen: Der Plan für ein Biomassekraftwerk zweier Nachbarn aus Neckenmarkt entwickelte sich durch Mundpropaganda zu einer großen Anlage, die heute 120 Haushalte beheizt. Neugierde und Forscherdrang findet man in Werfenweng mit Prototypen zu solarbeheizten Bänken und in Neckenmarkt mit Forschungen zu Elefantengras und zur Stromerzeugung aus Biomasse.

Zehn Jahre früher als in Wien entstand in Zwischenwasser ein fortschrittliches Bürgerbeteiligungsprojekt: gemeinsam mit der NTB, Hochschule für Technik in Buchs, hat die Gemeinde einen Solarkataster entwickelt. Dieser zeigt für jedes Dach das Potential einer Photovoltaikanlage an, mit der die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Zwischenwasser erfahren können, wie sehr die Dachfläche ihres Hauses für Solarstrom geeignet ist. Der Solarkataster bietet noch weitere Vorteile: Über Hochrechnungen ist genau ersichtlich, wie viel Solarstrom die jeweilige Dachfläche bzw. die gesamte Gemeinde gewinnen kann, wenn Photovoltaikanlagen genutzt werden. Es hat sich gezeigt, dass bei Ausnutzung aller Dachflächen Zwischenwasser 1,5-mal mehr Solarstrom durch Photovoltaik produzieren könnte, als verbraucht wird.

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