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Feldhotel; Bild: Kompott.io
Bild: Kairos/Nikolaus Walter

Nenzing: Lehrlinge getalten Kreisverkehr

Unter der Leitung des Künstlers Marbod Fritsch haben Lehrlinge der Lehrlingsoffensive HiPos in Nenzing einen Kreisverkehr gestaltet. Im Sommer 2014 wurde der Kreisverkehr feierlich eröffnet.

Nach der Projektentwicklung und einem Wettbewerb wurde der Entwurf der Karosseriebautechnikerin in Ausbildung Diana Stefanescu einstimmig favorisiert. Ihre Idee war es, Lehrlinge in typischen Berufsbildern zu zeigen und diese – ähnlich einem Scherenschnitt – auf weiße, in der Nacht von innen beleuchtete Glasquader zu montierten. Das Projekt zeigt wieviel Kreativpotential auch in „traditionellen“ Lehrberufen steckt. „Mir hat es gefallen kreativ sein zu können und gemeinsam mit den Kollegen etwas Bleibendes zu schaffen. Außerdem hab ich zum ersten Mal mit einem professionellen Künstler zusammengearbeitet und bin stolz auf das Resultat“, so Stefanescu.

Auch für den österreichischen Konzeptkünstler Marbod Fritsch, war die Gestaltung des neuen Nenzinger Kreisverkehrs an der Osteinfahrt etwas ganz Besonderes. „Die Arbeit mit den Jugendlichen hat mir großen Spaß gemacht und ich glaube, dass vielen erst sehr viel später bewusst werden wird, was sie hier Einzigartiges und Nachhaltiges geschaffen haben“, so Fritsch.

Das Video zum Projekt

Stimmen aus der Gemeinde Nenzing

Presse- und Kulturverantwortlicher von Nenzing, Michael Mäser, spricht von einem beispiellosen Projekt in Vorarlberg, bei dem die Politik von Anfang an unterstützend dahinter gestanden ist: “Vorrangiges Ziel aller Beteiligten war es, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, eine konkrete Aufgabenstellung kreativ zu lösen und sie durch diese Auseinandersetzung auch an zeitgenössische Kunst heranzuführen. Das große kreative Potenzial sollte den Jugendlichen selbst einerseits bewusst, andererseits für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.”

Auch Bürgermeister Florian Kasseroler zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Neben dem verkehrstechnischen Aspekt haben wir mit diesem Projekt einen neuen, äußerst gelungenen kulturellen und kreativwirtschaftlichen Hotspot in der Gemeinde geschaffen.“

Wer oder was sind die HiPos?

Nicht alle Betriebe können die in der modernen Ausbildungswelt geforderten Kenntnisse und Fertigkeiten vollständig selbst vermitteln. Die Wirtschaftsgemeinschaft Walgau hat daher speziell für ihre Mitgliedsbetriebe die Lehrlingsoffensive HiPos ins Leben gerufen. Die Mitgliedsbetriebe der Lehrlingsinitiative „HiPos“ reichen vom Kleinunternehmen bis zum internationalen Konzern. Und alle haben ein gemeinsames Ziel – ihre Lehrlinge, ihre „High Potentials“, ganzheitlich aus- und weiterzubilden.

Aktuell bilden die HiPos Betriebe gemeinsam 106 Lehrlinge aus und zählen somit zu den stärksten Arbeitgebern der Region Walgau. Die Teilnahme am HiPos Ausbildungsprogramm mit Seminaren und Projekten endet nach drei Jahren mit der Verleihung des HiPos Ausbildungspasses.

Expertenlinks:
Marbod Fritsch: http://www.marbodfritsch.com/
HiPos Lehrlingsoffensive Walgau: http://www.hipos.at/de/lehrlingsoffensive/weiterbildung.php

 

 

 

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Feldhotel; Bild: Kompott.io
Bild: Kairos/Nikolaus Walter

Feldhotel: Kultur-Quartier und Hort mobiler Gastlichkeit

Ein temporärer Raum, um Notwendiges und Zukünftiges zu verhandeln - das Feldhotel machte bereits Station in Feldkirch, Mitte August war es als Bürgerbeteiligungsprojekt in Lustenau zu Gast. Ab Ende August ist es Kultur-Quartier und Hort mobiler Gastlichkeit in Sonntag beim Walserherbst 2014.

Das Feldhotel entstand im Jahr 2013 im Auftrag von ArtDesign Feldkirch. Das junge Architektenkollektiv Martin Mackowitz und Nikolaus Skorpok alias „Kompott“ entwickelte die Pläne für das Feldhotel, ein neues Kultur-Quartier im Hier und Jetzt. Die Bauelemente stammen aus der mittlerweile abgebrochenen Tischlerei im Jesuitenkonvikt Reichenfeld/Feldkirch. Eine Weiterentwicklung des Bauplans ermöglicht es, das Feldhotel auf Reisen zu schicken.

Bürgerbeteiligung im Feldhotel

Im Sommer 2014 machte das Feldhotel Station in der Marktgemeinde Lustenau: Von 12. Juli bis 17. August lud man unter dem Motto „Vom Masterplan zu den BürgerInnen“  in der „Virglarhoschtat“ ins Feldhotel. Marina Hämmerle, Projektleiterin der Lustenauer Zentrumsentwicklung, nützte das Feldhotel, um die Bevölkerung mit den Zwischenergebnissen der Zentrumsentwicklung vertraut zu machen und deren Ideen dazu einzuholen.Das Feldhotel wurde so über den Sommer als neutrales, kommunikatives Werkzeug eingesetzt mit dem Ziel, die Ideen zum Zentrum bekannt zu machen, Impulse zu setzen, Bürger und Bürgerinnen mitdenken zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich einzubringen.

Das fünfwöchige Programm rund ums Feldhotel brachte zudem Vielfältiges: Vom Baumspaziergang zum Planungsraum, von der Wohn.Lust zur Einkaufs.Lust, von der Permakultur zum Architekturkabaratt, von der Jazznacht zum Frühstückstücksbrunch. Das mobile Haus ist ein urbanes Wohnzimmer, ein Raum für alle, der von Kulinarik über Lesungen, Konzerten und Vorträgen für jeden Geschmack etwas bereithält.
Weitere Informationen zum Feldhotel in Lustenau

Ab dem 29. August 2014 ist das Feldhotel Gastgeber beim Walserherbst 2014, wo es u. a. Schauplatz von Lesungen, Theaterinszenierungen, Musikabenden und kulinarischen Veranstaltungen ist.

 

Experten-Links:

Architektenteam Kompott, Martin Mackowitz & Nikolaus Skorpik: kompott.io
Marina Hämmerle, Büro für baukulturelle Angelegenheiten: www.marinahaemmerle.at

 

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Dörfliche Nachbarschaft

Eine Dorfchronik der etwas anderen Art: Ein Forschungsprojekt machte sich auf die Suche nach dem Zusammenhang von Fortschritt und Zwischenmenschlichem in kommunalen Gemeinschaften.

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Bild: Kairos/Nikolaus Walter
Bild: Kairos/Nikolaus Walter

Thalgau – Mehr Kommunikation im Bauprozess!

Im Rahmen der Architekturtage 2014 lud der Architekt Simon Speigner den Landrat Dr. Heinrich Schellhorn, Bürgermeister, Amtsleiter, Raumplaner, Fachbeamte, Bauexperten sowie interessierte Bürger zum Bürgermeisterfrühstück in sein neues Plus-Energie-Bürogebäude in Thalgau. Gemeinsam mit der Initiative Architektur, dem Ingenieur- und Architektenverein sowie dem EU-Projekt CABEE will Speigner mit dem Bürgermeisterfrühstück die Bedeutung der sozialen Komponente beim Bauen hervorheben und zu mehr Kommunikation über den Bauprozess anregen.

Während des Gespräches wurde ein großes Spannungsfeld aufgezeigt, in dem sich die Baubehörde bei der Bewilligung von Neubauten bewegt: zwischen dem Zulassen vieler Farben und Formen, die ein Bauherr selbst bestimmen möchte und der Anwendung eines „Einfügegebotes“, welches die äußeren Formen eines Hauses vorschreibt. Auf Architekten-Seite wird in den vielschichtigen Regelwerken ein rotes Tuch gesehen. Sie verkomplizieren und verteuern das Bauen. Um eine Verbesserung der Baukultur zu erreichen, braucht es nach Speigner eine Bewusstseinsbildung, die schon von Beginn an vorhanden sein muss.

Das Bürgermeisterfrühstück soll auch in Zukunft als Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden.

Weitere Infos


Experten-Links

Architekturbüro Simon Speigner, SPS Architekten, www.sps-architekten.com

 

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Bild: Kairos/Nikolaus Walter
Bild: Kairos/Nikolaus Walter

Bänkle-Hock – Ein Dorffest, das sitzt

Ein Dorffest ohne großen Aufwand, mit vielen Menschen, die als Gastgeber mitmachen.

Wer kennt sie nicht: Bänke, die vor Häusern stehen, mit Blick auf die Straße und auf alle, die da vorbeikommen. Manche bleiben stehen, grüßen, haben Zeit für ein kurzes Gespräch, nehmen auf der Bank Platz. Eine gute Art, den Feierabend zu verbringen. Doch leider nehmen sich dafür immer weniger Menschen Zeit, immer öfter bleiben die Bänke leer.

Herbert Fink aus Nüziders hat sich vorgenommen, diese Bänke wiederzubeleben und entwickelte gemeinsam mit den „Wirkstätten der Utopie“ das Projekt „Bänkle-Hock“, ein dezentrales, persönliches Dorffest ohne großen Aufwand.

Man nehme ein kleines, motiviertes Kernteam aus der Gemeinde, bestehend aus unterschiedlichen Menschen – das steigert die Chancen, viele unterschiedliche Menschen aus der Gemeinde für die Teilnahme zu gewinnen. Das Team legt einen Termin fest – idealerweise, ein Termin, an dem viele Zeit haben – also keine Fenster- oder Feiertage, Urlaubszeiten oder Tage, an denen andere große Veranstaltungen in der Gemeinde angesetzt sind. Ein Bänkle-Hock macht nur bei gutem Wetter Freude, deshalb auch gleich einen Ersatztermin fixieren. Dann begibt man sich auf die Suche nach Gastgeber-Bänken. Dafür wird ein Informationsblatt aufgelegt und verteilt, mit dem Aufruf an die BürgerInnen, sich als Gastgeber zur Verfügung zu stellen.

Jeder Gastgeber kann seine Bank so „bespielen“ wie er oder sie möchte, frei nach dem Motto „weniger ist mehr“: Wasser für die Gäste oder auch kulinarische Kleinigkeiten, ein minimales Rahmenprogramm (Musik/Literatur/etc). In einem Ortsplan werden die teilnehmenden Bänke eingezeichnet, alle Gastgeber erhalten ein Schild „Bänkle-Hock“. Das Informieren der Bevölkerung passiert zu einem großen Teil „von selbst“ – die Bänkle-Gastgeber erzählen in der Nachbarschaft, bei Freunden und Bekannten weiter. Zusätzlich kann/sollte mit einer Postwurfsendung, Informationen auf der Gemeindewebsite und in der Gemeindezeitung sowie Pressearbeit auf den Bänkle Hock aufmerksam gemacht werden. Je mehr Menschen mit dabei sind, desto gelungener wird der Bänkle Hock.

Die Materialien zum Bänkle-Hock wurden von den Projektverantwortlichen professionell aufbereitet.
Für die grafische Gestaltung des Bänkle-Hock-Logos, der Hinweis-Schilder sowie des Bedienungsanleitungs-Folders holte man sich Unterstützung von Clemens Theobert Schedler (Büro für konkrete Gestaltung). Die Fotos beim ersten Bänkle-Hock in Nüziders machte der renommierte Fotograf Nikolaus Walter.

Die Bedienungsanleitung zum Bänkle-Hock gibt es hier zum Download.
Materialien und Vorlagen können unter wirkstatt@kairos.or.at bei Martin Strele angefordert werden.

Experten-Links:
Projektentwicklung gemeinsam mit: Kairos, www.kairos.or.at
Grafik: Büro für konkrete Gestaltung, Clemens Theobert Schedler, Mitglieder-Profil bei designaustria
Fotograf: Nikolaus Walter, Wikipedia-Eintrag

 

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Nenzing baut in der Reihe: d'Sidlig in Nenzing

Einen neuen Weg in der Planung von Siedlungen beschreitet derzeit der Zukunftsort Nenzing in Vorarlberg. Die Gemeinde entwickelt mit der Unterstützung von Bewohnern und Studierenden ein Siedlungsmodell für den alten Sportplatz, „d’Sidlig in Nenzing“ und setzt dabei auf das Motto „Bauen in der Reihe – das individuelle Haus mit Garten und Terrasse, aber flächendeckend und kostengünstig“.

Rund 50 Studierende der Architektur und Raumplanung aus Linz und Wien arbeiteten an einem Wochenende im März 2014 im Nenzinger Pfarrsaal intensiv an ihren Ideen und entwarfen einen Bebauungsplan für den alten Fußballplatz – mit Freiräumen, Baugrundstücken und baulichen Regeln. Interessierte Nenzingerinnen und Nenzinger konnten an diesem Wochenende in die Rolle der Bauherren schlüpfen und mit den Studierenden, die die Rolle der Architekten übernehmen, ihre Ideen und Vorstellungen für die Wohnhäuser einbringen.

So soll das „Siedlungshaus der Zukunft” entstehen und die 15.000 Quadratmeter Fläche des Sportplatzes effizient genutzt werden. In einer Testplanung werden die Studierenden nun einzelne Gebäude für die zukünftigen Bewohner_innen entwerfen und damit das Siedlungsmodell gestalten.

Die Gebäudemodelle und Entwürfe der Testplanung werden im Sommer bzw. Herbst 2014 in einer Ausstellung präsentiert und diskutiert.

Weitere Infos

Experten-Links:
Projektleiterin Sybilla Zech, Professorin für Raumplanung, TU Wien: www.tuwien.ac.at

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Der neue Kindergarten in Muntlix (C) Robert Fessler

Neuer Kindergarten Muntlix - ein Gemeinschaftsprojekt in Zwischenwasser

Mit einem neuen Kindergarten im Ortsteil Muntlix zeigt der Zukunftsort Zwischenwasser einmal mehr vor, wie sich einzelne Komponenten zu einem runden Gesamtprojekt zusammenfügen:

Ein landesweit ausgeschriebener Architekturwettbewerb stellte sicher, dass kreativwirtschaftliches Know-how erneut seinen Weg nach Zwischenwasser findet. Eine intelligente Umsetzung mit regionalen Materialien und höchsten Ansprüchen in punkto Energieeffizienz garantiert die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Die Einbindung der Bevölkerung bei einzelnen Bauschritten macht den Kindergarten zu einem gemeinsam getragenen Projekt, auf das die Gemeinde nun zurecht stolz sein kann.

Der neue Kindergarten Muntlix im Passivhausstandard setzt einen architektonischen Akzent im Ortszentrum und bietet mehr als 50 Kindern modernes Wohlfühlambiente. Die Generalplanung des Gebäudes oblag dem Bregenzer Architekturbüro HEIN architekten, die beim geladenen Wettbewerb im Jahr 2010 den ersten Platz erreichten. Ihr Entwurf besticht durch einen pavillonartigen Baukörper, der sich in alle Richtungen orientiert und gezielt Innen-/Außenbeziehungen durch Blickverbindungen und den Sonneinfall aufbaut. Alle drei Gruppeneinheiten werden jeweils von zwei Himmelsrichtungen belichtet, geringe Raumtiefen ermöglichen einen überdurchschnittlich hohen Tageslichtfaktor.

Die Bauzeit des Kindergartens dauerte von Oktober 2012 bis August 2013. Das für den Holzbau benötigte Konstruktionsholz wurde im Gemeindewald geschlagen, lange Transportwege wurden somit vermieden. Teile des Aushubmaterials kamen beim Stampflehmboden zum Einsatz, der mit tatkräftiger Unterstützung vieler Freiwilliger aus dem Dorf und Bewohner_innen des Flüchtlingsheims eingebracht wurde.

Weitere Infos

Experten-Links:
Architekturbüro HEIN Architekten, www.hein-arch.at
 
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Die Gemeinde Moosburg stellt in diesem Herbst ihre eigenen Bewohnerinnen und Bewohner aus.


Der Fotokünstler Kurt Hörbst arbeitete im August 2013 als „creative in residence“ des Projektes „Zukunftsorte braucht das Land“ mit 30 Personen aus Moosburg, die sich für die Aktion moosburg_scans zu Verfügung stellten. Die daraus entstandene Fotoinstallation ist nun 1 Jahr lang als Ausstellung im öffentlichen Raum zu besichtigen.

Mit seinem Projekt „people_scans“ öffnet der oberösterreichische Fotograf Kurt Hörbst eine neue Perspektive: Mit einer hochauflösenden Digitalkamera und einem eigens konstruierten Schienensystem werden Menschen liegend in bis zu 20 Einzelaufnahmen systematisch bei gleichbleibenden Lichtverhältnissen abgescannt, und schließlich in einem Bildbearbeitungsprogramm manuell zusammengesetzt. Durch die Position des Liegens und der Schwerkraft, die auf den Körper einwirkt, verformt sich die Persönlichkeit der abgebildeten Menschen in einer derart feinen Weise, dass es beim Betrachten der Porträts, die prägende Hintergründe völlig aussparen, plötzlich zu kleinen Irritationen kommt.

Nach Venedig, Wien, Darmstadt und Peking sind die people_scans nun in Kärnten zu sehen.

Bilder zur Ausstellungseröffnung: Moosburg_Scans_Opening
Genauere Informationen zum Projekt: Moosburg_Scans
Kurt Hörbst: www.people-scans.com

 

Experten-Links

Fotokünstler Kurt Hörbst, www.people-scans.com

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Wenn Architektur in der Dorfgemeinschaft entsteht

Der sichtbare architektonische Aufschwung schlägt in Neckenmarkt seine Wellen: Mit Hilfe umfassender Bürgerbeteiligung lief die Gemeinde beim Bau der neuen Aufbahrungshalle zur Höchstform auf.

Die alte Halle war zu klein geworden und nicht mehr auf dem Stand der Technik. Die Gemeinde entschied sich für den Bau einer neuen Halle. Der Architekt Anton Mayerhofer liefert die Pläne, an der Umsetzung beteiligte sich ganz Neckenmarkt. Rupert Schlaffer, pensionierter Maurer, sagt: „Wir waren animiert mitzumachen. Man will ja der Gemeinde sparen helfen.“ Freiwillige Helferinnen und Helfer – insgesamt 100 Personen – unterstützten den reibungslosen Bauprozess mit Zimmerer-, Maurer- oder Malerarbeiten.

2012 wurde die neu errichtete Aufbahrungshalle mit dem Holzbaupreis Burgenland ausgezeichnet. Die architektonische Glanzleistung spricht für sich: geschützter Innenhof, umliegende Landschaft ins Architekturbild integriert, ein am Eingang vorgelagertes Flugdach schützt den Sammelplatz vor schlechter Witterung und verhindert eine Überhitzung der Haupthalle. Die umfassende Bürgerbeteiligung bei diesem und anderen Bauprojekten in der Gemeinde brachte Neckenmarkt zudem eine Auszeichnung beim Landluft-Baukulturgemeindepreis 2012 ein. 

 

Experten-Links
Architekt Anton Mayerhofer, www.mayerhofer.co.at

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Hinterstoder Upgrade

Nicht jammern, sondern handeln!“, sagten sich Julia Körber und Andrea Bürtlmair und riefen die WorkshopreiheHinterstoder Upgrade“ ins Leben.

Das Ziel: Gemeinsam mit den GemeindebürgerInnen soll Hinterstoder noch attraktiver gestaltet werden. Das Kernteam von Upgrade, zu dem auch die beiden Gemeindemitarbeiterinnen Sabrina Plursch und Renate Lang gehören, organisierte bereits zwei Workshoptermine, im Monatsrhythmus soll es weiter gehen.

Das Interesse, in Hinterstoder etwas zu bewegen, ist groß – das zeigen die vielen TeilnehmerInnen (60 kamen zum ersten Termin) und zahlreiche Wortmeldungen und Verbesserungsvorschlägen. Vier Arbeitsgruppen – Veranstaltungen, Tourismus, Sport und Jugend & Familie – haben sich bereits zusammengefunden, mehr als 100 Ideen wurden gesammelt. So wird etwa das Dorffest im Sommer wiederbelebt, die gemeinsame Planung dafür läuft auf Hochtouren.

Aktuelle Infos zum Projekt gibt es auf der Facebookseite Hinterstoder upgrade.

 

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Sanft mobil im Corporate Design

Als sich die Gemeinde Werfenweng dazu entschied, autofreie Mobilität zu einem Dreh- und Angelpunkt in der Positionierung der Tourismusgemeinde zu machen, tat sie dies mit einem ganzheitlichen Ansatz. Der Bürgermeister ist selbst sanft mobil, nicht nur Touristen, auch die Werfenwenger Bürgerinnen und Bürgen werden zur Nutzung des E-Mobil-Angebots motiviert, der Begriff „SaMo“ wird zur Marke „mit Lebensgefühl“.

Besonderes Augenmerk legt man auf die qualitative visuelle Umsetzung:

Ein Logo mit hohem Wiedererkennungswert – der bunte Schmetterling – wurde geschaffen. Ein professionelles Corporate Design zieht sich  durch alle Drucksorten und Online-Auftritte.
Die „SaMo-Fahrzeuge“ sind im einheitlichen „Look“ unterwegs, im gesamten Ort (oder etwa auch schon am Bahnhof Bischofshofen) begrüßt der bunte Schmetterling mit Informationstafeln die sanft mobilen Gäste.

www.werfenweng.eu

Experten-Links:
Corporate Design: Agentur Cicerone, www.agentur-cicerone.de

 

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Tag der offenen Heizraumtür

Die Gemeinde Zwischenwasser richtet als e5-Gemeinde, einer Initiative für effiziente Energienutzung, besonderes Augenmerk auf erneuerbare Energieträger. Manchmal entfalten gerade kleine Ideen große Wirkung: Seit 2004 öffnen Bürger und Bürgerinnen auf Initiative des e5-Teams einmal im Jahr ihre Heizräume für Besucher. Am "Tag der offenen Heizraumtür" erzählen die Besitzer einer Solaranlage, einer Erdwärmepumpen oder anderer alternativer Heizsysteme direkt im Heizraum von Vor- und Nachteilen ihrer Systeme, ganz ohne Verkaufsinteressen. Wer über einen Wechsel beim eigenen Heizsystem nachdenkt, kann sich hier neutrale Informationen und Erfahrungswerte aus erster Hand holen.

Mittlerweile ist der „Tag der offenen Heizraumtür“ so beliebt, dass auch Bewohner aus Nachbarorten gerne einen Blick in die Heizräume Zwischenwassers werfen. Bei der Veranstaltung fallen keinerlei Kosten an. Bürgermeister Josef Mathis meint dazu: "Manchmal ist ein knappes Budget ganz gut, dann entstehen die kreativsten Ideen."

www.zwischenwasser.at
www.e5-gemeinden.at

 

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Montage: © Alpenpendler

Kreative schaffen gemeinsam

Kreative schaffen gemeinsam! Im Zukunftsort Moosburg entsteht der erste Kärntner Co-Working Space im ländlichen Raum. Mitten am Dorfplatz wird bis Herbst 2013 ein neuartiges Gemeinschaftsbüro für Kreativschaffende mit dem Namen „Schallar2“ umgesetzt.

Moosburg ist die erste ländliche Gemeinde in Kärnten, die Ansiedelung Kreativschaffender aktiv forciert. Im neu errichteten Multifunktionsgebäude direkt am Dorfplatz im Gemeindezentrum Schallar, entstehen in der Erdgeschoßzone bis zum Herbst 2013 Co-Working Arbeitsplätze für Kreativschaffende. Der Name des Projekts "Schaller2" leitet sich vom ehemaligen Gasthaus Schallar ab, das früher hier stand, die Zahl 2 ist die Straßennummer.

Der großzügige Co-Working Space hat eine direkte Verbindung zum Dorfplatz und wird neun Arbeitsplätze beinhalten. Darüber hinaus gibt es eine Gemeinschaftsküche und einen Besprechungsraum. Im Keller findet neben Lagerräumen auch eine Werkstätte Platz, der Hauptraum ist als Veranstaltungs- und Ausstellungsambiente nutzbar. Die Kosten für die Mieter sind sehr moderat kalkuliert, damit sich auch kleinere Selbstständige die Miete leisten können und junge Menschen zum Weg in die Selbstständigkeit motiviert werden. 

www.schaller2.at

Experten-Links:
Planer CoWorking Space: Alpenpender, www.alpenpendler.at

 

 

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Nenzing spricht mehr

Im Jänner 2013 ist die Gemeinde Nenzing zum Kreis der Zukunftsorte gestoßen. Die aktuellen Ideen des Monats stammen daher aus dieser Vorarlberger Gemeinde.

Nenzing macht vor, wie in einer Gemeinde mit 6.000 Einwohnern durch die Schaffung eines kreativen Klimas und durch Lernfreude der Boden für viele gute Ideen aufbereitet wird, die zu mehr Lebensqualität für die Gemeindebürger_innen führen.

Das Projekt “sprachfreude – nenzing spricht mehr“ zeigt einen innovativen Zugang zum Zukunftsthema Mehrsprachigkeit und wurde dafür mit dem „Europäischen Spracheninnovationssiegel (ESIS) 2010“ ausgezeichnet:
http://www.marktgemeindenenzing.com/index.php/Bildung__Soziales/Projekt_Sprachfreude/


Für eine Gemeinde dieser Größe gibt es in Nenzing außerdem eine ungewöhnlich hohe Dichte an außergewöhnlichen Kultur- und Kreativwirtschafts-Initiativen. Hier finden Sie 3 Beispiele:
http://www.alpinale.at
http://www.artenne.at
http://www.luagalosna.at

 

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