Hinterstoder

Land: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Einwohner: 915 (Jänner 2012)
Website: www.hinterstoder.at

english description

Hinterstoder is a small tourist village located in the mountains of Upper Austria. Today tourism generates approximately three quarter of the citizens major income. 20 years ago, Hinterstoder was struggling with decreasing numbers of overnight stays due to a lack of attractive infrastructure. Since 1993 the village developed a concept to improve and make a positive change every ten years. Most important in this process was public participation and taking courageous steps such as creating a reduced-traffic area in the centre, building a new playground and modernizing school and kindergarten. This commitment was rewarded with the second place of the European “Dorferneuerungspreis” (award for village development).

As a member of “Pearls of the Alps”, Hinterstoder is dedicated to sustainable tourism in tune with nature. It is part of a network with 29 extraordinary communities, which offer holidays in environmental friendly fashion. In the future, only every forth tourist should reach Hinterstoder by car, so the ambitious goal of the village. A family friendly network of rambling trails facilitates hiking for families as well as elderly people through the “Stodertal”-valley.

Hinterstoder has developed a sustainable tourism concept and has invested in contemporary architecture of public buildings. A lot of chances opened up through this process and citizens of Hinterstoder value building culture for ecological, social and economical reasons. Moreover they think that the image of Hinterstoder has improved and the quality of living has increased. The citizens have successfully changed and improved their space to live.

 

Hinterstoder ist eine kleine Tourismusgemeinde in den Bergen Österreich, der Tourismus ist heute im Sommer wie im Winter für rund drei Viertel der BewohnerInnen eine wichtige Einnahmequelle. Noch vor 20 Jahren gefährdeten sinkende Nächtigungszahlen und Abwanderung die Zukunft des Ortes, das Ortszentrum diente hauptsächlich zur Durchfahrt, es fehlte an attraktiver Infrastruktur. Mit dem Dorfentwicklungsprojekt „Hinterstoder 2000“ begann sich die Gemeinde massiv zum Positiven zu verändern, seit 1993 wird für jede Dekade ein solches Dorfentwicklungskonzept formuliert, die Einbettung in den Agenda-21-Prozess versucht, Hinterstoder als tourismusdominierten Ort nachhaltig auszurichten. Die treibenden Kräfte waren Bürgerbeteiligung und das konkrete Umsetzen von mutigen Projekten: Der Ortskern wurde zur verkehrsberuhigten Zone, ein neuer Spielplatz entstand, die Schule und der Kindergarten wurden modernisiert. Zur Jahrtausendwende gab es für dieses Engagement den 2. Platz des Europäischen Dorferneuerungspreises.

Als Alpine-Pearls-Gemeinde setzt Hinterstoder gemeinsam mit 27 anderen Orten Mitteleuropas auf sanfte Mobilität und nachhaltigen Tourismus, durch den verbesserten Nahverkehr lassen sich heute selbst die hintersten Ecken des Stodertals ohne Auto erkunden. In Zukunft soll jeder vierte Urlauber ohne Pkw anreisen, so das ehrgeizige Ziel der Gemeinde. Ein familienfreundliches Wanderwegnetz mit einheitlichem, verständlichem Design der Schilder und Karten erleichtert die Orientierung und führt Familien mit Kinderwägen ebenso wie SeniorInnen oder weniger geübte WandererInnen durchs Stodertal.

Hinterstoder hat mit kreativwirtschaftlicher Kompetenz ein nachhaltiges Tourismuskonzept etabliert und in zeitgemäße Architektur öffentlicher Bauten investiert. Mit jedem gestalterischen Eingriff in dieses Tourismusdorf eröffnete sich eine Reihe von Chancen, die von den Verantwortlichen wahrgenommen wurden. Wenn Bürger aus dem Ort gefragt werden, was Baukultur bringt und welchen Nutzen Hinterstoder daraus gezogen hat, so sei auf soziale, ökonomische, ökologische und gestalterische Aspekte ebenso verwiesen wie auf Fragen der Lebensqualität, das Image des Ortes oder die Organisation des Verkehrs. Die Menschen haben die Gestaltung ihres Lebensraumes erfolgreich selbst in die Hand genommen.