Nonseum

in Herrnbaumgarten:

Verrucktes

Ausflugsziel

Entwicklung & kreativwirtschaftliche Aspekte

In den Jahren 1984 und 1985 fand die vom späteren Nonseum-Team veranstaltete 1. und Letzte Österreichische Nonsens-Erfindermesse statt, bei der verschiedene Exponate und Plakate ausgestellt wurden. Vom großen Erfolg überrascht entwickelten die Initiatoren weitere Prototypen und veranstalteten Events wie das „24-Stunden-Weinbergschnecken-Rennen“ oder das „Festival der Gerüche“. 1991 wurde der Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen gegründet.

Seit der Eröffnung im Jahr 1994 wurde dem Nonseum ein stetig wachsender Bekanntheitsgrad zuteil. Die Zahl der Besucher wuchs auf rund 12.000 pro Jahr. 2014 wählte der Radiosender Ö3 das Nonseum zum skurillsten Museum Österreichs. Nicht zuletzt wurde die Institution zum Vorreiter in Herrnbaumgarten und trug maßgeblich zum Ausbau des Ausflugstourismus im nordöstlichen Weinviertel bei. Die Zahl der Pensionsbetten im Ort ist von null auf 50 angestiegen. Zudem bieten viele der regionalen Betriebe „verruckte“ Serviceleistungen an, wie z.B. einen Spiegel zum Spiegelei, einen Stiegenbesen oder einen ferngesteuerten Nachttopf.

Das verruckte Dorf Herrnbaumgarten

Im Jahr 2000 sahen die Gemeindevertreter von Herrnbaumgarten im Rahmen des Dorferneuerungsprozess vor, das Nonseum nicht nur in wenigen Räumlichkeiten, sondern im gesamten Ort erlebbar zu machen. In kleinen Events werden bis heute  Ausstellungsobjekte des Nonseums im öffentlichen Raum der Gemeinde ausgestellt, wie z.B. „Das Denkmal für Lebende“, „Die Handytelefonzelle“ oder „Das Einzelsockenmahnmal“. Aus diesem Dorferneuerungsprozess entstand der Slogan „das verruckte Dorf“, unter dem die Gemeinde Herrnbaumgarten heute bekannt ist. 

Ein gemeinsames Corporate Design

Durch den Dorferneuerungsprozess und die enge Kooperation mit dem Nonseum wurde eine Marke für das gesamte Dorf und die aus Herrnbaumgarten stammenden Produkte geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Wiener Grafikbüro DV5 erhielten das Museum und die Gemeinde eine gemeinsame Corporate Identity. Das Logo des „verruckten Dorfs“ zeigt die Welt mit einem auf dem Kopf stehenden Haus und ist auf vielen Produkten aus Herrnbaumgarten zu finden. Im Zuge dieser Veränderungsprozesse wurde auch die Website dem neuen Design angepasst. 

Ein neues Ausstellungsgebäude für das Nonseum

Zwischen dem Nonseum, der Gemeinde sowie vielen weiteren Betrieben und Vereinen in Herrnbaumgarten gibt es laufende Kooperationen. 2012 wurde das neue Ausstellungsgebäude des Nonseum feierlich eröffnet, dessen Planung und Errichtung von dem regional ansässigen Baumeister Ing. Friedrich Schleining und dem Architekten DI Heidulf Gerngross übernommen wurde. Für die florale Untermalung sorgte das Gartenplanungsbüro DI Peitl. Auf einer Fläche von 350 m2  finden sich weitere außergewöhnliche Exponate. Mehr als 30.000 Besucher wurden im neuen Ausstellungsgebäude bereits begrüßt.