Bad Kleinkirchheim:

Wandern mit

nock/art

Projektablauf, kreativwirtschaftliche Aspekte

In Workshops mit dem Innovations-Strategen Roland Wallner von wallners.biz legten die Mitglieder des örtlichen Zukunftsforums den nock/art-Grundstein: ein mutiges Alternativ-Konzept zu den aufwändigen Erlebnis-Installationen anderer Destinationen. In der Folge wurde die Idee im Rahmen eines Markenbildungsprozesses, der von Franz Schmidt und Clemens Theobert Schedler begleitet wurde, als wesentliches Projekt der neuen Marke Bad Kleinkirchheim festgelegt. Die Verantwortlichen setzen dabei auf frische Ideen aus der Kreativwirtschaft statt auf branchenübliche Patentrezepte und sorgen für frischen Wind – im Dorf und in den Medien. Das überzeugte auch eine Expertenjury im Wirtschaftsministerium, das nock/art als touristisches Leuchtturm-Projekt auszeichnete und förderte.

Als künstlerischer Leiter von nock/art fungiert Edelbert Köb, ehemaliger Direktor des Museums Moderner Kunst in Wien. Als Brückenbauer zwischen dem Bergdorf und der zeitgenössischen Kunstszene organisiert er anspruchsvolle Projekte für ein internationales Publikum. Landschaftsplaner Andreas Winkler zeichnet gemeinsam mit nonconform architektur vor ort und wallners.biz für die Umsetzung eines Premium-Wanderwegenetzes verantwortlich. Die Außenkommunikation obliegt der PR-Agentur Ana Berlin. Weitere kreativwirtschaftliche Inputs kommen von Social Media Experten, Architekturvermittlern und Kunsthistorikern sowie dem Filmemacher Robert Schabus.

Corporate Design

Bei der Umsetzung des Konzepts baut die Gemeinde auf kreativwirtschaftliche Kompetenz. Die Grafikerin Heidrun Kogler entwickelt ein neues touristisches Corporate Design, das nock/art als Teil des neue geschaffenen Brands von Bad Kleinkirchheim vollwertig integriert. Website und Social Media Auftritt wurden in den Gesamtauftritt im Bezug auf das Design integriert. Die aussagekräftigen, touristischen Klischees abholde Bildsprache steuert der Fotograf Johannes Puch bei.

Hotel Konkurrenz

Das einzigartige Hotelprojekt bietet über fünf Wochen Einheimischen und Besuchern des Orts die Möglichkeit, mehrere Tage oder Wochen im Hotel zu nächtigen und durch räumliche Eingriffe und Neukonfigurationen die Konstruktion des Gebäudes freizulegen und damit die Bedingungen für Aufenthalt und Kommunikation zu verändern. Nach einer einjährigen Auseinandersetzung mit dem Ort, der Architektur des Hotels und den dort handelnden Personen übernehmen die Künstler AO& die Leitung und führen es zwischen dem 14. Mai und 15. Juni 2014 unter dem Namen Hotel Konkurrenz.

Public Art Walk

Den Auftakt zu nock/art bestritt der renommierte britische „Walking Artist“ Hamish Fulton. Er lud im Herbst 2013 zum „Public Art Walk“, einer schweigenden Wanderung im Zeitlupentempo durch die Bad Kleinkirchheimer Landschaft. Rund 200 Menschen ließen sich die meditative Erfahrung nicht entgehen, darunter auch Medienvertreter aus mehreren europäischen Ländern. In den kommenden Jahren wird das Angebot Bad Kleinkirchheims um skulpturale Kunst, Installationen im öffentlichen Raum sowie aktionistische Beiträge internationalen Formats erweitert.